Selbstverständnis

Wir als libertäre H-Burg verstehen uns als anarchistisches Kollektiv und streben eine Gesellschaftsform an, in der alle Menschen diese nach ihren eigenen Vorstellungen gestalten und verändern können. Ein Herrschaftssystem für ein anderes auszutauschen ist genau das Gegenteil unserer Utopie. Wir streiten für eine bessere Welt ohne staatliche Gewalten, ohne Führer*innen, Monarchien oder sonstige autoritäre Strukturen. Wir brauchen weder Gott noch Staat. Für uns geht es um ein selbstbestimmtes Leben, in dem alle sich dort einbringen können, wo sie es möchten. Wir stellen uns gegen jegliche Form von Hierarchie als Form der Unterdrückung von Freiheit und kämpfen für ein gemeinschaftliches Miteinander. Daher sehen wir uns als Teil einer Bewegung von Menschen, die versucht, das System und die darin eingebettete Gesellschaft, von der Wurzel aus (also radikal) zu verändern. Wie genau die Veränderung stattfinden wird, falls sie das überhaupt irgendwann mal tut, wissen wir nicht. Wir wissen aber, dass wir nicht darauf warten wollen und werden, sondern entschlossen unseren Ideen und Träumen entgegengehen. Dabei versuchen wir uns theoretisch wie auch praktisch unserem Ziel zu nähern. Kritische Bildung untereinander macht uns dabei selbstständig und unabhängig von den Erklärungsversuchen der Herrschenden und zeigt, welche Interessen wir umsetzen möchten. Dabei diskutieren und wertschätzen wir unsere unterschiedlichen Vorstellungen im Konsens um handlungsfähig zu sein. Gemeinsam entscheiden wir uns für praktische Umsetzungsversuche auf den verschiedenen Ebenen, mit mal mehr, mal weniger kreativen Methoden. Dabei gilt unser Augenmerk nicht nur den Austragungsorten urbaner Gewalt, sondern vor allem den alltäglichen Problemen, welche uns alle betreffen.
Ob in den Betrieben, auf der Straße, in Wäldern oder Wüsten, gekämpft werden muss überall. Nichts wird von den Herrschenden entzogen, ohne dass Mensch sich dafür einsetzten muss. In diesem Sinne setzten wir auf die größtmögliche Freiheit und die größtmögliche Gleichheit aller, um einer gerechten Welt mit freien Menschen näher zu kommen.

 

Es lebe die Anarchie

Gleichheit: Damit ist natürlich nicht gemeint, Menschen gleich zu machen, sondern allen Menschen die gleichen Chancen und Möglichkeiten zu einzuräumen – und zwar tatsächlich und nicht nur auf dem Papier. Individualität ist unverzichtbares Recht jeder freiheitlichen Gesellschaft –und zugleich nicht selten Motor von Veränderungen.

Gott: Wir sind zwar überwiegend Atheisten, tolerieren Religiosität jedoch, solange sie privater Natur ist und keinen Einfluss auf die Ziel und Tätigkeit der Bewegung hat. Wir lehnen jedoch entschieden organisierte Religionsgemeinschaften ab, da sie hierarisch sind und zudem per definitionem ausschließenden Charakter haben.

Konsens

Eigentum

Gewalt