Solidaritätsaktion vor PLUS-Filiale

Im Rahmen der Europaweit laufenden Protestaktionen und aus Anlass des Internationalen Frauentages wurde vor einer PLUS – Supermarktfiliale in Hamburg-Harburg eine Solidaritätsaktion für die Wiedereinstellung von Fátima Fernandéz durchgeführt.

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Fátima Fernandéz ist Arbeiterin der PLUS-Filiale ‘Carretera de Su Eminencia’ in Sevilla (Spanien) und Mitglied der anarcho-syndikalistischen CNT-AIT, sie wurde von Ihrem Arbeitsplatz entlassen, da sie die ihr als Mutter zustehenden Rechte eingefordert hat.

Neben dem Verteilen von Flugblättern wurde von Aktivistinnen und Aktivisten des Arbeitskreis Weltrevolution und der Libertären Harburg der Fußweg vor der Filiale verschönert. Alsbald war für alle Kunden in bunter Kreide geschriebene entsprechende Forderungen sowie Parolen und Embleme der Frauenbewegung sichtbar.
Die Freude über diese Tätigkeiten wurde von PLUS Verkäuferinnen durch drei darüber geschüttete Eimer Wasser sowie Geschimpfe und Herbeiholen der Polizei unterbrochen. Obwohl die Verkäuferinnen vorher über das Warum des Geschehens informiert waren, wollten sie Aktivitäten und das Verteilen von Flugblättern vor „Ihrer“ Firma nicht zulassen. Die meisten Kundinnen hingegen waren aufgeschlossener, mit einigen gab es kleinere Gespräche über den konkreten Fall und über miese Arbeitsverhältnisse. Selbst die Besatzung des anrückenden Streifenwagens zeigte Verständnis für die Protestaktion und verzichtete auf die Feststellung der Personalien. Da viele Kundinnen dieses PLUS Supermarkts innerhalb kurzer Zeit erreicht wurden, kann die
Aktion trotz der erschreckenden Überidentifikation der Verkäuferinnen als Erfolg betrachtet werden. Aus diesem Grund wird eine weitere Aktion ähnlicher Art im Stadtteil bald folgen.

Wir fordern von PLUS die sofortige Weiterbeschäftigung von Fátima zu den von ihr gewünschten und vom Gericht festgelegten Zeiten!

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